„Für mich eines der traditionellsten Feste hier in Graben-Neudorf“, sagt Bürgermeister Christian Eheim (SPD) beim Auftakt der Waldrandkerwe des Männergesangvereins (MGV) Liederkranz. Es ist eine besondere Kerwe in diesem Jahr: drei Jahrzehnte, in denen Musik, Geselligkeit, gutes Essen und die herzliche Verbundenheit der Menschen miteinander den besonderen Charakter dieses Fests geprägt haben, wie es heißt.
Der ehemalige Vorsitzende Alfred Veit ergänzt: „Hier gab es schon viele schöne Begegnungen, seit wir das Haus am Standort gebaut haben. Wir haben hier eine gute Lage direkt am Waldrand, gerade auch mit Parkmöglichkeiten. Wir sind ein Spitzenchor und haben auch Nachwuchs, der sich hier einbringt.“ Sein Sohn Michael Veit erinnert sich an die Anfangszeiten des Fests: „Das Fest fand 17 Jahre lang in der Huttenheimer Straße statt. Damals wurde es geboren, weil die Schranke geschlossen wurde. Spontan entstand dann das Fest. Auf der Straße und in den Höfen hatte es einen ganz anderen Charakter, viel heimeliger. Da hatten wir schon Bedenken, ob wir das hierher transportiert bekommen. Aus drei Festtagen wurden nur noch zwei. Das Essen wird aber weiterhin in Eigenregie hergestellt. Und das ist auch das, was das Fest anders macht. Das wollen wir bewahren.“
Mehr als 1.800 Maultaschen werden in tagelanger Handarbeit hergestellt. „Das ist auch der Hauptrenner bei unserem Fest“, verrät Veit.
Und die Gäste erfreuen sich daran und füllen die Vereinsstätte.
Klaus Wilhelm, der Pressevertreter des Männergesangvereins Neudorf, blickt auch gerne in die Vereinsgeschichte zurück: „Natürlich entstand 1977 die Idee auch, weil wir für ein neues Klavier ein paar Mark brauchten. So haben wir ein paar Tische auf die Straße gestellt und geschaut, was passiert. Daraus wurde ein richtiges Straßenfest an drei Tagen, mit Kerweumzug, mit traditionellen Pferdefuhrwerken und Kinderaktionen. Damals wurden auch vier Schweine anlässlich der Kerwe geschlachtet.“
Bis vor einigen Jahren wurde Wellfleisch auf dem Fest angeboten. „Für mich als Bürgermeister wurde traditionell die Schnuffel aufgehoben,“ verrät Eheim.
„Wir haben das Vereinsheim gebaut, da haben wir alles vor Ort“, sagt Wilhelm. „Und trotzdem haben wir Traditionen bewahrt: den Fassanstich und unseren Kerwebaum, das Kerwegedicht und natürlich die handgemachten Speisen. Von Maultaschen bis Hirschgulasch und Bratwurst.“ (BNN Carmen Hardock / 13.10.2026)
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