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Erneute Auszeichnung

06.11.2026 16:45 von MGV Liederkranz 1905 e.V. Neudorf (Kommentare: 0)

Männerchor des MGV Liederkranz Neudorf bekommt den Titel „Meisterchor“ vom Badischen Chorverband verliehen

Foto: Sebastian Kühn
Foto: Werner Breitenstein

Der Männerchor des Männergesangvereins (MGV) Liederkranz Neudorf hat beim 13. Chorwettbewerb des Badischen Chorverbands in Bühl zum vierten Mal den Titel „Meister-chor“ errungen. Es ist die höchste Aus-zeichnung bei dem Wettbewerb, den der Verband alle vier Jahre ausrichtet.

„Ein großer Erfolg und ein bewegender Moment für unsere Männerstimmen“, so Vereinssprecher Klaus Wilhelm. „Damit zeigt sich, dass sich konsequente Probenarbeit, künstlerischer Anspruch und Freude am gemeinsamen Singen auszahlen.“ Bereits 2003, 2011 und 2017 erhielten die Neudorfer den begehrten Titel.

„Gut bei Stimme“ lautete das Motto des diesjährigen Wettbewerbs. Zwei Tage lang stand Bühl ganz im Zeichen der Chormusik. 40 Chöre aus ganz Baden,

vom Breisgau bis zur Kurpfalz, zeigten ihr Können und stellten sich der fünfköpfigen Fachjury. Bewertet wurden die musikalische Qualität und die künstlerische Gestaltung der Beiträge. Knapp 300 Besucherinnen und Besucher sorgten im Bürgerhaus Neuer Markt für einen gut gefüllten Saal.

 

Der Liederkranz-Chor überzeugte Publikum und Jury mit klanglicher Präzision und ausdrucksstarken Interpretationen. Unter der bewährten künstlerischen Leitung von Andreas Burghardt präsentierten die Männerstimmen ein anspruchsvolles Programm und stellten dabei erneut ihre stilistische Vielfältigkeit unter Beweis. Die drei Beiträge stammten aus drei unterschiedlichen musikalischen Welten. Den Auftakt bildete die Ballade „Schäfer und Edelmann“ von Alfred Koerppen, in Hessen geborener Komponist und lange Zeit Musikprofessor in Hannover. Der Text des Werks geht auf Herders Sammlung „Stimmen der Völker“ zurück und erfordert von den Ausführenden eine differenzierte Gestaltung. Es folgte das „Pater noster“ des Berliner Komponisten und Chorleiters Rolf Lukowsky, ein Beispiel moderner Chormusik, das hohe Anforderungen an Präzision, klangliche Ausgewogenheit und das Zusammenspiel der Stimmen stellte.

 

Einen besonderen Schlusspunkt setzte das japanische Volkslied „Saitara bushi“, das in Originalsprache vorgetragen wurde. Das kunstvolle Arrangement von Hideaki Takehana eröffnete den Zuhörern einen Einblick in eine andere Kultur. Das Lied aus der Präfektur Miyagi im Nordosten des Landes steht in der Tradition japanischer Fischer- und Arbeiterlieder. Es besingt die Schönheit der Landschaft und die Verbundenheit mit der Heimat. Dabei richtet sich der Blick nicht allein auf die Mühen der Arbeit, sondern insbesondere auf die Landschaft der Küstenregion Miyagis. Dem Wettbewerb gingen Monate intensiver Vorbereitung voraus. Mit großer Sorgfalt arbeiteten Chorleiter und Sänger auf dieses Ziel hin. Der Probenbesuch von rund 90 Prozent zeugt von hoher Motivation und Verlässlichkeit der Beteiligten, wie aus Vereinskreisen verlautet. Der Erfolg bestätige die kontinuierliche Arbeit. (von Werner Breitenstein / BNN Ausgabe 257)

 

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